„Gefahr einer dritten Welle groß”

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, sieht derzeit keine Grundlage für Gespräche über Corona-Lockerungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man noch einen längeren Lockdown durchhalten müsse, halte er zur Zeit für höher, als das man in eine andere Richtung komme. Das sagte er gestern Abend im ARD-Bericht aus Berlin. Das sei alles schmerzhaft, aber die Gefahr einer dritten Welle sei aktuell viel zu groß. Man habe in England, in Irland gesehen, dass gerade die Schulen unterschätzt worden seien in ihrer Infektionswirkung, in der Beschleunigung der Infektion …

… und deswegen sei es richtig, dass die Schulen geschlossen seien. Man könne heute noch nicht absehen, wann man wieder an eine Öffnung denken könne.

Heute in einer Woche – am 1. Februar – ist in Bayern geplant, die Abitur-Jahrgänge von Gymnasium und der FOS in einen Wechselunterricht zu schicken (wir berichteten).

91 Prozent der Gymnasial- und Oberschullehrer in Bayern empfinden derweil wegen des Distanzunterrichts eine höhere Arbeitsbelastung. Das geht aus einer Umfrage des bayerischen Philologenverbands hervor, die am Wochenende vorgestellt wurde und für die 2000 der 14 000 aktiven Mitglieder befragt wurden.

95 Prozent von ihnen gaben an, dass Vermittlung von Inhalten und ihre Überprüfung mit mehr Aufwand verbunden sei, berichtet der Bayerische Rundfunk..

Zwei Drittel der Lehrer erklärten, die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit belaste – mehr als die Hälfte nannte die aktuelle Ungewissheit und 41 Prozent technische Schwierigkeiten als Problem.

Quellen ARD / BR




Ab heute ohne mit Bußgeld …

Am heutigen Montag ist die Kulanzwoche bei der FFP2-Maskenpflicht vorbei. Von jetzt an drohen im öffentlichen Nahverkehr und in den Geschäften in ganz Bayern 250 Euro Bußgeld, wenn Fahrgäste oder Kunden nicht eine solche oder mindestens gleichwertige Maske aufsetzen. In der vergangenen, ersten Woche der Maskenpflicht war die neue Regelung von den allermeisten Kunden und Fahrgästen befolgt worden, ergaben die Umfragen …

Die bayerische Polizei wird nach Angaben aus dem Innenministerium die Einhaltung der Maskenpflicht im Nahverkehr verstärkt kontrollieren – zudem soll es auch Kontrollen der Betreiber geben. Die Bußgelder dürfen allerdings nur von der Polizei oder Ordnungsdiensten verhängt werden.

Im Einzelhandel sieht das Innenministerium die Kontrolle der Maskenpflicht als Aufgabe der Betreiber. Die Polizei werde bei der Durchsetzung der verschärften Maskenpflicht helfen.

 




Das Prinzip Hoffnung

Das RKI meldet am heutigen Montag erneut einen leicht erhöhten Inzidenz-Fallzahlen-Wert von 118,2 für den Landkreis Rosenheim im Vergleich zum gestrigen Sonntag. Und für die Stadt Rosenheim ebenfalls keine Entwarnung am Morgen – nun sind es dort wieder gestiegene 129 Fälle in der Inzidenz. Zum Glück gab es in Stadt und Landkreis gestern keine weiteren Corona-Todesfälle zu beklagen, so das RKI. Auch der Landkreis Mühldorf bewegt sich nicht in Richtung der 100, sondern der 200: Heute meldet das RKI 172,6 Fälle im Inzidenzwert. Der Landkreis Weilheim/Schongau ist heute erstmals dagegen unter die 50 gerutscht: 48,7 Fälle im Inzidenzwert machen dort Hoffnung …




Zwei Hubschrauber im Einsatz

Am heutigen Sonntag kam es zu einem Großeinsatz von Bergwacht und Polizei am Zellerhorn in der Gemeinde Aschau im Chiemgau. Nachdem bei der Einsatzzentrale ein Notruf eingegangen war, dass eine Wanderin abgestürzt sei, wurde eine Handyortung durchgeführt. Hierdurch konnte der genaue Unfallort bestimmt werden. Unmittelbar darauf machte sich von der Diensthütte der Bergwacht Rosenheim-Samerberg eine Rettungsmannschaft auf den Weg zu den Verunglückten. Zeitgleich wurde der Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein alarmiert.

Dieser setzte schließlich einen Notarzt und weitere Bergretter an der Unglückstelle ab. Vor Ort wurde schließlich festgestellt, dass eine 33-jährige Frau einige Meter abgestürzt war und sich dabei multiple Verletzungen zugezogen hat. Die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber zusammen mit dem Notarzt ins Klinikum Traunstein verbracht.

Der Begleiter der Frau, der den Absturz mitbekommen hatte und dann auch den Notruf abgesetzt hatte, befand sich ebenfalls in Bergnot. Er saß an einer sehr ausgesetzten Stelle am Gipfelgrad des Zellerhorns und konnte nicht mehr weiter. Aus diesem Grund musste ein zweiter Helikopter angefordert werden. Durch den Polizeihubschrauber Edelweiß 2 wurden schließlich ein Bergwachtler und ein Alpinpolizist in der Nähe des 23-jährigen Mannes abgesetzt. Diese mussten sich zunächst zu dem Standort des Mannes abseilen. Hierauf brachten sie diesen über zunächst sehr schwieriges Gelände zu einer Stelle, an der sie durch den Polizeihubschrauber aufgewincht werden konnten. Der 23-jährige wurde im Tal dann mit starker Unterkühlung aber sonst unverletzt ins Krankenhaus nach Prien gebracht.

An der Rettung der beiden Personen waren 15 Mitglieder der Bergwacht Rosenheim-Samerberg, zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei, der Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein, der Polizeihubschrauber Edelweiß 2 sowie die Besatzung des Tankwagens der Bergwacht Brannenburg beteiligt.

Die Unfallursache wird nun von der Alpinen Einsatzgruppe des PP Oberbayern Süd ermittelt.




Mit Pkw gegen Baum geprallt

Gegen 20.50 Uhr ereignete sich gestern im Nachbarlandkreis auf der Kreisstraße EBE 20 zwischen Gerstdorf und Steinkirchen ein schwerer Verkehrsunfall. Der Fahrer des Unfallwagens, der in Fahrtrichtung Aßling unterwegs war, kam mit seinem Pkw in einer langgezogenen Linkskurve nach links von der Fahrbahn ab. Der Wagen fuhr eine Böschung hinunter und stieß gegen mehrere Bäume, ehe er zum Stillstand kam. Im Fahrzeug befand sich beim Eintreffen der Ersthelfer ein schwerverletzter 26-Jähriger, aus dem Landkreis Ebersberg, der von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug herausgeschnitten werden musste.

Der Verletzte wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Bogenhausen gebracht, da laut erster Einschätzung der Rettungskräfte Lebensgefahr bestand.

 

Zuvor gab der Verletzte  gegenüber den Rettungskräften an, dass sich noch zwei weitere, ihm unbekannte Personen im Fahrzeug befunden haben sollten, die aus dem Fahrzeug und von der Unfallstelle geflüchtet seien. Eine groß angelegte Suchaktion nach den Personen im Umkreis der Unfallstelle mit Feuerwehr, Polizeihubschrauber und Hundeführer verlief jedoch erfolglos.

 

Spätere Hinweise ergaben, dass sich der Verletzte zur Unfallzeit möglicher Weise doch alleine im Fahrzeug befunden hatte. Im Rahmen der weiteren Sachbearbeitung wird auch dahingehend weiter ermittelt.

 

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden ein unfallanalytisches Gutachten sowie die Sicherstellung des Fahrzeugs angeordnet.

Da eine Alkoholisierung des Fahrzeugführers im Raum stand, wurde ebenfalls eine Blutentnahme durchgeführt.

Gegen den Verletzten wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

 




Reizgas versprüht

Die Rosenheimer Polizei wurde am Freitag über einen Nachbarschaftsstreit in der Traberhofstraße verständigt, dabei soll auch Reizstoff von den Beteiligten eingesetzt worden sein. Von den Beamten wurde das Mehrfamilienhaus betreten und bereits im Treppenhaus konnte tatsächlich beißender Pfefferspraygeruch wahrgenommen werden. Die Bewohner wurden gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben, um eine Gesundheitsschädigung zu vermeiden. Anschließend wurde die Rosenheimer Feuerwehr alarmiert, die das Treppenhaus mit technischem Gerät lüften konnte, ein Betreten des Gebäudes war daraufhin wieder möglich.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, soll eine 57-jährige Bewohnerin bei ihrem 22-jährigem Nachbarn geklopft haben. Nach Öffnen der Tür, sprühte die Frau sofort ihren Nachbarn mit Reizgas ins Gesicht und lief wieder zurück in ihre Wohnung. Kurz darauf soll sie erneut die Wohnung verlassen haben und weiteren Reizstoff im gesamten Treppenhaus verteilt haben.

Mehrere Bewohner bekamen den Streit mit, liefen ins Treppenhaus und atmeten den Reizstoff ein. Der Polizei sind aktuell zehn leicht verletzte Bewohner bekannt. Durch den verständigten Rettungsdienst wurden die Bewohner medizinisch versorgt.

Dem Einsatz von Reizstoff soll zudem ein weiterer Streit vorausgegangen sein. Zeugen schilderten, dass ein 45-jähriger Bewohner auf andere Nachbarn mit den Füßen eingeschlagen habe.

Die Rosenheimer Polizei hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die 53-Jährige eingeleitet. Auch gegen den 45-Jährigen laufen Ermittlungen wegen Körperverletzung. Geklärt werden muss  ebenfalls, inwieweit die Taten in Verbindung stehen, beziehungsweise was konkret der Auslöser für die Taten waren. Beim Reizstoff handelte es sich um ein sogenannten Tierabwehrspray. Die genauen Verletzungsbilder der Beteiligten sowie der Mitbewohner ist ferner Gegenstand der polizeilichen Erhebungen.




Elf Autos beschädigt

Insgesamt elf Fahrzeuge wurden in der Nacht auf den gestrigen Samstag auf einem Werkstattgelände eines Kfz-Betriebes in Stephanskirchen beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.Ein 21-jähriger Mitarbeiter der Firma verließ das Werkstattgelände am Freitag gegen 22.30 Uhr. Zu dieser Zeit waren noch keine Beschädigungen festzustellen. Am nächsten Tag wurde der Betrieb gegen 12.30 Uhr wieder aufgenommen und bereits beim Betreten des Areals waren die Beschädigungen offensichtlich.

An elf abgestellten Fahrzeugen von Werkstattkunden, die Autos standen dort zur Reparatur oder zum Service, wurde der Lack massiv und an sämtlichen Fahrzeugseiten rundherum zerkratzt. Teilweise wurden die Reifen der Pkw zerstochen und an einem abgestellten Cabrio wurde das Verdeck aufgeschlitzt.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Auch geklärt werden muss, ob die Tat in Zusammenhang zu bringen ist, mit Unstimmigkeiten gegenüber Dritten. Die Werkstatt liegt etwas Abseits im Gemeindegebiet von Stephanskirchen und dürfte deshalb gezielt angegangen worden sein.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-2200 in Verbindung zu setzen.

 




Gegen Plexiglasscheibe geschubst

Zufällig trafen am Samstagmittag auf einem Parkplatz eines Verbrauchermarktes in der Äußeren-Münchener-Straße ein 43-jähriger Rosenheimer und ein 37-jähriger Mann aus Kolbermoor zusammen. Wie erst im Nachgang ermittelt werden konnte, befanden die beiden sich schon seit längerer Zeit im Streit. Gestern eskalierte die etwas lauter geführte Diskussion und der 37-Jährige wurde körperlich von seinem Kontrahenten angegangen.

Der 43-jährige Rosenheimer schubste den 37-Jährigen, der in der Folge mit dem Kopf gegen eine Plexiglasscheibe einer Werbefläche des Verbrauchermarktes prallte. Die Plexiglasscheibe ging daraufhin zu Bruch. Der Kolbermoorer verletzte sich. Zum Glück war aber eine medizinische Behandlung vor Ort nicht notwendig. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen.

 




Seit Mitternacht schärfere Kontrollen

Wer gehofft hatte, dass wir am heutigen Sonntag endlich unter die 100 rutschen im Inzidenzwert des Landkreises, der sieht sich getäuscht. Bei leider einem weiteren Corona-Todesfall über Nacht im Kreisgebiet – dem traurigen 385. Fall – meldet das RKI einen leicht erhöhten Inzidenz-Fallzahlen-Wert von 115,6. Und für die Stadt Rosenheim sogar von gestrigen 113,3 wieder auf gestiegene 127,5 Fälle in der Inzidenz. Die große Sorge heißt: B.1.1.7-Mutation, die hochansteckende, britische Corona-Variante, die beginne, sich in Deutschland zu verbreiten. Gestern Abend wurde bereits ein großer Ausbruch in einer Klinik in Berlin gemeldet – das Krankenhaus stehe nun komplett unter Quarantäne …

Deutschland verschärft die Auflagen bei der Einreise aus Ländern mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen. Die neuen Bestimmungen sind seit heute 0 Uhr in Kraft und gelten für mehr als 20 Staaten, zum Beispiel für Tschechien, Portugal, Spanien, Ägypten und die USA (wir berichteten).

Wer von dort kommt und hier einreisen will, braucht einen negativen PCR-Test. Die Reisenden werden nach Informationen des Bundesinnenministeriums an den Flug- und Seehäfen systematisch überprüft. Dafür sind an großen Terminals wie Frankfurt und München mehr Sicherheitskräfte im Einsatz!

In den Grenzgebieten zu anderen EU-Staaten und der Schweiz wird es stichprobenartige Kontrollen geben. Mit den zusätzlichen Maßnahmen soll die Ausbreitung des Coronavirus sowie dessen gefährlicher Mutationen verhindert werden – und Personen identifiziert werden, die sofort in Quarantäne müssen.

Generell gelte weiter die Empfehlung, nur aus triftigen Gründen zu reisen.

Keine beruhigende Nachricht am heutigen Sonntagmorgen auch in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks: Auch die südafrikanische Coronavirus-Variante 501Y.V2 könnte sich womöglich stärker ausbreiten. Zudem könnten Antikörper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einbüßen, heißt es.

Von diesen Ergebnissen berichten Wissenschaftler in zwei Fachartikeln, die vor der Veröffentlichung noch nicht durch unabhängige Fachkollegen begutachtet wurden. Die Forscher warnen, dass die Mutationen auch dazu führen könnten, dass sich Covid-19-Genesene mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken.

Die Münchner Virologin Prof. Ulrike Protzer sieht in dem sinkenden Inzidenzwert für Bayern noch keinen Grund zum Aufatmen. Das sagte sie im BR-Fernsehen. Würde man die Corona-Maßnahmen vorzeitig stoppen, würden die Werte wieder genauso steil nach oben gehen.

Da das Virus vom Menschen weitergetragen werde, hänge das Infektionsgeschehen sehr davon ab, wie streng beziehunsgweise wie nachlässig man mit den Maßnahmen umgehe, so die Virologin des Helmholtz Zentrums.

Da zur Zeit in der Politik erste Lockerungen für Februar diskutiert werden, rät Protzer klare Grenzen zu setzen, ab denen man mit ersten Lockerungsmaßnahmen beginnen könne. Die erste Grenze wäre vermutlich bei 50, die nächste bei 25 und dann bei zehn – sie betonte aber, dass die Entscheidung bei der Politik liege.

Aus Sicht der Virologin würden erste Lockerungen in knapp zwei Monaten ab Mitte März Sinn machen, wenn die Tage länger werden und sich die Situation sich saisonal entspanne …

Quelle RKI / BR

 

 




Ohne Negativ-Test keine Einreise mehr

Die Sorge vor den Virus-Mutationen ist riesengroß, der Blick in Länder wie Portugal erschüttert: Deutschland verschärft deshalb bereits ab dem morgigen Sonntag die Reiseauflagen und führt eine Testpflicht für Einreisende aus über 20 Staaten ein! Innerhalb der Europäischen Union werden etwa Estland, Lettland, Litauen, Portugal, Slowenien, Spanien und Tschechien zu Hochinzidenzgebieten erklärt, wie das Robert-Koch-Institut mitteilt. Personen aus solchen Staaten müssen ab Sonntag bei der Einreise einen negativen Covid-19-Test vorweisen.

Diese Länder haben eine Inzidenz von über 200. Die Vorgabe wurde auch auf weitere Staaten außerhalb der EU ausgeweitet. Dazu zählen auch die USA.

Bislang galt die Testpflicht lediglich für Reisende aus Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien, da dort Virus-Mutationen aufgetreten sind.

In Portugal zum Beispiel verschlimmere sich die Lage drastisch. Rettungswagen mit Corona-Patientinnen und -Patienten standen vor den Notaufnahmen von Krankenhäusern Schlange. Das Land mit 10,3 Millionen Einwohnern vermeldet fast 14 000 offizielle neue Fälle, die zweithöchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Die Corona- und Intensivstationen seien durchschnittlich zu rund 90 Prozent gefüllt.

Die bei Deutschen beliebte spanische Urlauberinsel Ibiza wird ab dem heutigen Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende von der dortigen Regierung bereits weitgehend abgeriegelt.

Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus’ verbietet Belgien alle nicht zwingend notwendigen Reisen ab heute.

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre.




Die Homeoffice-Pflicht ab Mittwoch

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil schließt eine Verlängerung der neuen Homeoffice-Pflicht in der Corona-Pandemie nicht aus. Ab dem kommenden Mittwoch gilt Selbige vorerst bis zum 15. März (wie berichtet). Das große Ziel sei es, zu verhindern, dass man in einen vollständigen Lockdown der Volkswirtschaft komme. Vor allem sei die neue Homeoffice-Pflicht auch eine präventive Vorsichtsmaßnahme: Die Infektionszahlen gingen im Moment zwar zurück, aber durch die neuen Coronavirus-Mutanten bestehe ein zusätzliches Gesundheitsrisiko. Aktuell wisse man noch viel zu wenig darüber und der Blick in die Nachbarländer bereite Sorgen …

Beim Bund-Länder-Treffen am vergangenen Dienstag (wir berichteten) wurde beschlossen: Arbeitgeber werden dazu verpflichtet, zu prüfen, ob Arbeit von zu Hause möglich ist. Nur bei zwingend betrieblichen Gründen soll es Ausnahmen geben dürfen.

Die neue Verordnung  wird vorerst bis zum 15. März gültig sein und kommenden Mittwoch, 27. Januar, in ganz Deutschland in Kraft treten.

 

 

 

 




Wer wird zum Opfer?

Innerhalb der vergangenen Tage wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Rosenheim mehrere gutgläubige Bürger Opfer von dreisten Betrügern. Das melden die Beamten aktuell und wir berichteten mehrfach. Die Betrüger erschlichen sich auf unterschiedlichste Art und Weise das Vertrauen der Bürger und konnten so hohe Geldsummen erbeuten. Das Polizeipräsidium warnt deshalb erneut eindringlich, sich bei jeglichen Geldangelegenheiten sensibel und vorsichtig zu verhalten …

Im Altlandkreis wurde ein Fall bekannt, bei dem angebliche Sicherheitsmitarbeiter einer Bank einen Kunden dazu brachten, mehrere TAN-Nummern zu nennen, um ihn vor widerrechtlichen Zugriffen auf sein Konto zu schützen. Im Nachgang wurden mehrere Überweisungen festgestellt, der Schaden beläuft sich im fünfstelligen Bereich … so die Polizei.

Immer wieder gelingt es Betrügern, durch die unterschiedlichsten Maschen an teils hohe Geldbeträge zu gelangen. Anbei eine Zusammenfassung der bekannt gewordenen Fälle der vergangenen Tage:

Phänomen „Enkeltrick“:

In der Region erhielt eine Geschädigte einen Anruf von einem schluchzenden Mann, der vorgab, ihr Sohn zu sein. Der Mann gab an, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden zu sein. Um nicht ins Gefängnis zu kommen, müsse er nun einen mittleren fünfstelligen Betrag zahlen. Die Dame begab sich daraufhin sofort zur Bank und wollte den geforderten Geldbetrag auch übergeben. Glücklicherweise riss der Telefonkontakt mit den Betrügern ab, so dass es letztlich zu keinem finanziellen Schaden kam.

Phänomen „Betrügerisches Gewinnversprechen“:

Zudem wurde ein älterer Herr telefonisch über einen Gewinn in fast sechsstelliger Höhe informiert. Um den Gewinn zu erhalten, sollte er vorab Google-Play-Karten für mehrere tausend Euro kaufen und die Kartennummern den Betrügern bekanntgeben. Der Mann kam der Forderung nach und erlitt einen Schaden von mehreren tausend Euro. Erst als er weitere Karten in einem Supermarkt kaufen wollte und eine Kassiererin misstrauisch wurde, flog der Betrug auf.

Phänomen „Falscher Bankmitarbeiter“:

In Mühldorf meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Sparkasse telefonisch bei der Geschädigten und täuschte vor, einen Brief mit bevorstehenden Umstellungen bei der Bank als „Unzustellbar“ zurück erhalten zu haben. Er erfragte bei der Geschädigten persönliche Bankdaten. Im Nachgang wurde eine Abbuchung von mehreren tausend Euro festgestellt.

Zusätzlich zu diesen Fällen wurden noch zahlreiche weitere Betrugsversuche bekannt.

Wer sind die Täter?

Die Täter dieser Trickbetrüge sitzen in der Regel im Ausland, agieren über Callcenter und sind dabei völlig skrupellos. Professionell werden im Minutentakt Seniorinnen und Senioren angerufen. Auf etwa 100 Anrufe, so Schätzungen, erfolgt ein Treffer. Es wird ganz bewusst enormer Stress hervorgerufen, teils werden im Hintergrund Geräusche, wie Schreie oder Knallgeräusche, erzeugt. Deutet sich ein Erfolg an, wird ein Geldabholer entsandt, der in der Region vorgehalten wird. Im Erfolgsfall übernimmt der Abholer Geld oder Wertsachen am Wohnort der Opfer oder gleich nach dem Verlassen der Bank.

Wer wird zum Opfer?

Die Opfer sind meist ältere Menschen und werden häufig über Telefonbucheinträge ausgewählt. Kurze, drei- oder vierstellige (somit alte) Telefonnummern sind Ziel der Täter, ebenso klassische Vornamen. Sie sind durch die sehr geschickt agierenden Täter in ihrer Wahrnehmung und geistigen Beweglichkeit sehr eingeschränkt. So werden auch intelligente und sehr gebildete Menschen zu Opfern.

Häufig werden die Opfer instruiert und mit einer Lügengeschichte ausgestattet. Ihnen wird „eingetrichtert“, sich niemandem anzuvertrauen, denn auf irgendeine Art oder Weise zählen z.B. die „echten“ Bankmitarbeiter zu den „Bösen“. Meist müssen Mobiltelefone eingeschaltet und die Verbindung zu den Tätern haltend in der Tasche mitgeführt werden, damit die Täter ständig mithören können. Bei bekannt werden des Betrugs sind die Opfer im Anschluss häufig stark traumatisiert und schämen sich enorm – ein „Lebenswerk“ wurde entrissen.

Die Polizei warnt:

Aus diesem Grund bitten wir Sie eindringlich, sich mit der Thematik „TRICKBETRUG“ immer wieder auseinander zu setzen! Besprechen Sie diese auch mit Ihren Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn!

Seien Sie, wann immer es um Geldangelegenheiten und vertrauliche Informationen geht, äußerst sensibel! Weder die Polizei, noch eine andere Behörde oder Institution, wird Sie telefonisch zu Ihren persönlichen finanziellen Verhältnissen befragen oder Sie auffordern, darüber Auskunft zu geben!

Beenden Sie bei jedem noch so kleinen Zweifel das Telefonat und wählen Sie den Polizeinotruf 110 oder die Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle!

 

 




Endlich: Rücken der 50 etwas näher!

Wieder zwei Corona-Todesfälle über Nacht im Landkreis und einer in der Stadt Rosenheim. So meldet es das RKI am heutigen Samstagmorgen – das sind nun schon 433 Verstorbene insgesamt bislang in der Pandemie in Stadt und Kreisgebiet (49 / 384). Der große Hoffnungsschimmer ist dagegen heute der Blick auf die Inzidenzwerte: Endlich scheint sich der harte Lockdown tatsächlich in sinkenden Fallzahlen bemerkbar zu machen. Für den Landkreis werden 114 Fälle im Inzidenzwert gemeldet, für die Stadt Rosenheim 113,3. Der Nachbar-Landkreis Erding ist mit 82,5 Fällen erstmals seit langem unter die 100 gerutscht. Das große Ziel bis Mitte Februar: Die 50 oder gar darunter …

Es wäre ein Fehler jetzt abzubrechen mit den Schutzmaßnahmen – das sagte Ministerpräsident Markus Söder gestern. Ein rascher Jojo-Effekt drohe. Die Maßnahmen seien bis Mitte Februar verlängert. Man werde dann sehen, wie es weitergehe.

Niemand wisse aktuell, welche Herausforderungen das mutierte Virus mit sich bringe.

Seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Söder derweil indirekt für dessen Forderung nach einer Öffnung von Skiliften und Hotels ab Februar kritisiert – ohne dessen Namen zu nennen. Für Söder komme so eine Debatte der Öffnung jedenfalls zur Unzeit. Leider gebe es immer wieder Politiker, die gerne erklärten, wann ganz sicher was geöffnet werde.

Die erstmals in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante gehe nach wissenschaftlichen Erkenntnissen möglicherweise mit einem erhöhten Sterberisiko einher, berichtet der Bayerische Rundfunk. Darüber sei die dortige Regierung informiert worden, sagte gestern Premierminister Boris Johnson. Bei Männern im Alter von 60 bis 69 Jahren sei bisher unter 1.000 Infizierten mit zehn Todesfällen infolge der Infektion zu rechnen. Bei der mutierten Virus-Form liege diese Zahl hingegen bei rund 13 bis 14 Todesfällen.

Söder begrüßte die Pläne von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für einen Gedenktag für die Opfer der Pandemie und kündigte an, das für Bayern auch zu übernehmen.

 




Nervös und aufgedreht …

Wie die Polizei am heutigen Samstagmorgen meldet, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim gestern Nacht gegen 23 Uhr einen 38 Jahre alten Lkw-Fahrer aus Italien, der mit seinem Sattelzug auf der A8 im Landkreis in Richtung München unterwegs war. Bei der Kontrolle zeigte sich der Fahrer sichtlich nervös und aufgedreht …

Der Grund hierfür wurde den Beamten schnell klar. Ein freiwillig durchgeführter Urintest auf Drogen schlug positiv auf gleich mehrere Betäubungsmittel an. Den Konsum von THC räumte der Fahrer ohne große Umschweife ein, sagt die Polizei.

Die Folge war die Mitnahme zur Dienststelle um eine Blutentnahme durchführen zu lassen. Ferner hinterlegte der Mann eine Sicherheitsleistung im mittleren dreistelligen Bereich, da dieser keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatte. Die Weiterfahrt wurde bis zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit unterbunden.

Nach Durchführung der toxikologischen Untersuchung wird zusätzlich die Führerscheinstelle in Kenntnis gesetzt, welche über den zukünftigen Gebrauch der ausländischen Fahrerlaubnis in Deutschland entscheidet.