Viele Mängel aufgedeckt

Der Gefahrguttrupp Oberbayern Süd führte in den letzten Tagen mehrfach Großkontrollen auf der A8 mit dem Schwerpunkt Tankfahrzeuge mit Gefahrgut durch. Hierbei unterstützte die Schwerverkehrskontrollgruppe Rosenheim sowie das Bundesamt für Güterverkehr und der Gefahrguttrupp Oberbayern Nord die Kontrollaktion. Dass solche Kontrollen immer wieder nötig sind, zeigt nicht zuletzt der Gefahrgutaustritt bei einem Tankfahrzeug letzte Woche auf der A8 (wir berichteten).

Hierbei trat durch ein Ventil Eisen-III-Chlorid auf eine Länge von ca. 42 km aus und schädigte hierdurch mehrerer Verkehrsteilnehmer. Bei den Kontrollen wurden insgesamt 57 Tankfahrzeuge kontrolliert. Hierbei waren die verschiedensten Gefahrgüter wie zum Beispiel Bitumen, Harzlösungen, Kohlenwasserstoffgase und umweltgefährdende Stoffe verladen. Insgesamt wurden 23 Verstöße erfasst. 2 Fahrer verstießen gegen die Vorgaben bei den Lenk- und Ruhezeiten und insgesamt 21 Verstöße wurden gegen das Gefahrgutrecht festgestellt. Hiervon stellten 12 einen erheblichen Mangel dar. Die Beanstandungen waren so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste. Die Behebung vor Ort wurde angeordnet. Die Fahrer sowie die Beförderer erwarten nun Bußgelder in einem nicht unerheblichen Umfang.




Re-Start mit Fragezeichen

Am morgigen Samstag startet die Regionalliga-Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim nach der langen Corona-Pause mit seinem ersten Pflichtspiel in Passau beim SV Schalding-Heining. Anpfiff im Stadion Am Reuthinger Weg ist um 14 Uhr. Das wird ein Start nach über einem halben Jahr ohne Wettkampf mit vielen Fragezeichen auf beiden Seiten. Wo stehen die Mannschaften?

Der Ligapokal soll mit zwei Spielen, nächste Woche das Heimspiel gegen Wacker Burghausen, darüber Aufschluss geben. „Die Vorbereitung war diesen Sommer sehr speziell. Zehn Wochen waren und sind einfach ungewohnt. Dazu noch der ungewisse Restart von Ligapokal und Restsaison. Auch die Frage, wie der letztendliche Kader für die Restsaison aussehen wird, war ein ständiger Begleiter. Ich bin überzeugt, dass die mentale Herausforderung für die Spieler noch nie so groß war,“ ordnet Coach Thomas Kasparetti die Zeit zum Start ein.

Kasparetti weiter: „Wir konnten den Großteil des Kaders zusammenhalten. Vor allem durch die Vertragsverlängerungen mit unseren Führungsspielern und Leistungsträgern, hat uns unser Sportliche Leiter Hansjörg Kroneck eine Ausgangssituation geschaffen, mit der wir positiv in die nächsten Monate blicken können.“

Der Blick aufs erste Spiel nach der langen Pause ist mit ganz viel Freude verbunden: „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht und haben uns viel vorgenommen. Wir werden in jedes Spiel gehen um es zu gewinnen. Wir können gegen jeden Gegner bestehen und wollen das Maximum erreichen. Abstiegskampf hin oder her. Wir können viel mehr, als was wir im letzten Jahr gezeigt haben. Und das wollen und werden wir ändern… die Jungs sind bereit und sie werden alles reinhauen was in Ihnen steckt,“ gibt sich Kasparetti kämpferisch.

Aktuell steht der Kader der 60er ordentlich da und ist, was den Fitnessstand betrifft, voll im Plan. Bis auf Alexis Fambo, der nahezu die komplette Vorbereitung aufgrund einer Knieverletzung fehlte und Tizian Zimmermann mit einer Verletzung am Syndesmosband stehen alle Feldspieler zur Verfügung. Jakob Mayer kann noch nicht zwischen den Pfosten stehen. Er hatte vor kurzem eine Blinddarm-OP und steigt frühestens in 10 Tagen wieder in den Trainingsbetrieb ein.

„Durch den ständigen Austausch mit dem Team von COROX by Hans Friedl, im Besonderen mit unserem Physio Markus Grundner, hatten wir bei der Belastungssteuerung immer ein gutes Gefühl für die Jungs, auch wenn der ein oder andere das nicht immer so empfunden hat,“ zeigt sich Kasparetti zufrieden mit der medizinischen Abteilung.

Am kommenden Wochenende, 26. September, steht dann das erste Heimspiel im Ligapokal im Rosenheimer Jahnstadion gegen Wacker Burghausen an. Für dieses Spiel gelten die aktuellen Hygieneregeln, dazu gibt es für dieses Spiel einen Kartenvorverkauf. Alle Infos dazu finden sich unter www.1860rosenheim.de.

 




Kolbermoorer kracht auf zwei Autos

Eine leicht verletzte Person und rund 10.000 Euro Sachschaden sind die Folge eines Auffahrunfalles in der Steigung zum Brückenberg hin. Ein 19-jähriger Autofahrer aus Kolbermoor befuhr die Münchener Straße mit seinem Pkw von der Innenstadt aus kommend. Vor ihm fuhr ein 30-jähriger Mann aus Rosenheim, vor diesem wiederum eine 52-jährige Autofahrerin aus Bad Aibling.

Die Aiblingerin sowie der Rosenheimer hielten an der Ampel an, da Rotlicht gegeben war. Der Kolbermoorer erkannte dies zu spät und fuhr auf den Pkw des 30-Jährigen auf, dessen Fahrzeug wurde in der Folge auf den Honda der 52-Jährigen geschoben. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Der Rosenheimer klagte an der Unfallstelle über Schmerzen im Kopfbereich, eine Behandlung vor Ort war nicht erforderlich. Gegen den Autofahrer aus Kolbermoor wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.




„Füreinander und miteinander”

Die erfahrenen Wettkämpfer und Bundesligarecken der Abteilung Judo leiten
diese Trainingsevents für die Kinder und Nachwuchstalente. Sie geben Ihre Erfahrungen und erfolgreich erprobten Techniken an die Kinder und Jugendlichen weiter, um das Team und den Judo-Standort Bad Aibling weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt steht die Aufgabe, Talente fördern und durch gemeinsame
Erlebnisse den Teamcharakter des amtierenden Jugendligameisters formen
um die bevorstehenden Wettkämpfe zu meistern. Die entstandene Mixtur aus Judotraining und gemeinsamen Ausflügen motiviert die Kinder und Jugendlichen und erfreut sich wachsender Teilnehmerzahl.

Philipp Ampletzer und Robert Buendowski (im Foto vorne) leiteten die Judotrainingseinheit im Dojo Bad Aibling. Das Erlernen einer neuen Hüftfeger-Technik war das ausgesprochene Ziel. Nach den grundsätzlichen Technikübungen wurden ebenfalls Wettkampf ähnliche Situationen simuliert um diese neue Technik zu erzwingen und einen zukünftigen Wettkampf erfolgreich zu bestreiten.
Diese Standtechnik bildete auch die Grundlage für den zweiten Trainingsteil, den Übergang aus dem Stand in den Bodenkampf. Hierbei erklärte Philipp Ampletzer wichtige Details, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In abschließenden Randoris (Kampfsituationen) konnte das neu erlernte und das bereits vorhandene Judorepertoire erprobt werden. Nach langer Trainingspause durch die vorhandenen Einschränkungen beim Umgang mit der Corona-Krise war die Freude auf
dieses gemeinsame Training groß.

Die Mittagszeit wurde zum Auffüllen der Energiereserven genutzt. Bei
Pasta, Pizza und kalten Getränken waren die gemeinsam durchgestanden
Trainingsstrapazen schnell vergessen. Alle Judokas bedanken sich wie
immer bei Michele Muriani für das leckere Mittagessen.

Mit dem Vereinsbus ging es dann nach Prien in den Kletterwald. Unter
der Anleitung einer Trainerin wurden alle Parcours gemeistert, Ängste
überwunden und die Gemeinschaft geschult. In speziellen Tandem-Parcours
kam es vor allem auf das Miteinander an um die kniffligen Kletter- und
Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen. Trainer und Betreuer Steffen Wacker
war nach Abschluss dieser Veranstaltung sehr stolz auf die Kids und ihre
Entwicklung in den letzten Jahren.  „Was mich besonders beindruckt ist
die gewachsene Gemeinschaft und das füreinander Einstehen. Prima! Wenn
wir weiterhin so engagiert für unseren Nachwuchs arbeiten, werden wir
noch die ein oder andere sportliche Höchstleistung sehen.”

Die anstehende wettkampffreie Zeit werden die Judokas mit Trainingsfleiß
überbrücken und im Dezember den nächsten Judo-Erlebnis-Tag durchführen.
Auch hier erwartet die Kids wieder ein Ausflug. Bis dahin gilt die
Devise „Ohne Fleiß kein Preis!”. Text: Steffen Wacker

Fotos: Judo Team Bad Aibling

 




„Tierwohl auf eine neue Ebene gehoben”

Nach vielen Jahren bangen Hoffens konnte der Tierschutzverein Rosenheim e.V. am Freitag endlich das Richtfest des neuen Tierheims auf dem vereinseigenen Gelände feiern. Zu den Ehrengästen gehörten der Landrat des Landkreises Rosenheim, Otto Lederer und der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim, Andreas März, sowie Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und viele weitere Bürgermeister der Landkreisgemeinden.

Foto (v.l.): Oberbürgermeister Andreas März, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Andrea Thomas, 2. Bürgermeister der Stadt Rosenheim Daniel Artmann, 1. Bürgermeister der Stadt Bad Aibling Stephan Schlier © Lemm

In ihrer Ansprache betonte die 1. Vorsitzende Andrea Thomas ausdrücklich die Bedeutung des Neubaus für die Region. Jahrelang mussten die tierischen Schützlinge in maroden Behausungen leben und die Mitarbeiter unter schwierigsten Bedingungen arbeiten. Nur aufgrund des zweckgebundenen Nachlasses einer tierlieben Gönnerin konnte nun dieses zukunftsweisende Projekt verwirklicht werden.

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März würdigte in seiner Ansprache, die er auch im Namen des Landrats Otto Lederer hielt, ausdrücklich den Einsatz aller Beteiligten zum Gelingen des Projekts und zeigte sich froh, dass hier das Tierwohl auf eine ganz neue Ebene gehoben wurde. Tierschutzarbeit sei eine mühsame und belastende Arbeit, die einen großen Einsatz erfordere und dazu viel Geld koste.

Foto: Richtspruch der Zimmerer,  Georg Lindauer aus Riedering (r.) und Mitarbeiter © Maier

Nach einer längeren Planungszeit konnte ab März dieses Jahres der Baufortschritt täglich beobachtet werden. Nun stehen dank des großen Einsatzes ausschließlich regionaler Firmen alle drei Gebäude. Im Tierhaus befinden sich die Bereiche für Hunde und Katzen, die zur Vermittlung stehen sowie eine Katzen- und Hundepension. Im doppelstöckigen Hauptgebäude wurden im unteren Bereich die notwendigen Krankenstationen mit einem Tierarztzimmer, 2 Büros und ein Mehrzweckraum für Schulungen und Vorführungen, z.B. für Schulklassen, geplant. Im 1. Stock befinden sich die Quarantänezimmer für die Katzen, die komplette Kleintierabteilung sowie ein Aufenthaltsraum und Waschgelegenheiten für die Mitarbeiter des Tierheims. In einem kleinen Nebengebäude wird das große Futterlager eingerichtet. Dort befinden sich auch die Heizanlage, die Zentralwäscherei sowie ein Flohmarktlager.

Nach dem Rohbau geht es nun zügig mit dem Innenausbau weiter. Alle Böden bekommen Beschichtungen, die hygienisch zu reinigen sind. Die in den Quarantänestationen vorgeschriebenen Schleusen werden mit den notwendigen Sanitäreinrichtungen ausgestattet und viele weitere Arbeiten stehen an.

Die Eröffnung und der Bezug des kompletten Tierheims ist im Juni 2021 geplant.

Viel Grund zur Freude für die aktuelle Vorstandschaft, doch die 1. Vorsitzende Andrea Thomas wies in ihrer Ansprache auch darauf hin, dass es weiterhin sehr schwer sein wird, den Betrieb des Tierheims zu stemmen, denn die jährlichen Ausgaben belaufen sich mittlerweile auf über 600.000 Euro. Darin sind Tierarztkosten für die Versorgung von ca. 600 Tieren pro Jahr enthalten, sowie Personalkosten, Futter- und Betriebskosten. Kein leichtes Unterfangen und deshalb ist der Verein mehr denn je auf Spenden tierlieber Menschen angewiesen, damit das Tierheim auch zukünftig Tag und Nacht für die Aufnahme und Betreuung der Tiere bereit steht.

Foto (v.l.): Landrat Otto Lederer, 2. Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Daniel Artmann © Lemm

 




Ohnmächtig nach Handwerker-Arbeiten

Heute Nachmittag wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften in den Bruckmühler Ortsteil Sonnenwiechs alarmiert. Handwerker hatten bei Arbeiten im Keller, wohl mit einem motorbetriebenen Werkzeug, in geschlossenen Räumen gearbeitet. Dabei kam es wahrscheinlich zu einer zu hohen und lebensgefährlichen CO Konzentration. Wenn hier nicht schnell zur Hilfe geeilt wird, kann dies in kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

Die Feuerwehr Bruckmühl wurde mit dem Stichwort ABC3, mit einer bewusstlosen Person, welche sich im Keller befand, alarmiert. Zu diesem Stichwort hat die ILS Rosenheim ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Einsatzstelle geschickt.

Neben der Feuerwehr Bruckmühl waren ebenfalls die Feuerwehren Heufeld, Bad Aibling, Götting, die Freiwillige Feuerwehr Waith, die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf neben der Kreisbrandinspektion, der Polizei Bad Aibling, dem BRK Rettungsdienst inkl Notarzt Vorort.

Unter schwerem Atemschutz ging sofort ein Trupp der Bruckmühler Wehr zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Der Patient konnte sehr schnell aus dem betroffenen Bereich ins Freie gebracht werden und wurde von den medizinisch ausgebildeten Feuerwehr-Kollegen betreut.

Nach Ankunft des Rettungsdienstes und des Notarztes übernahm dieser den Patienten, der im Anschluss in eine Klinik per Hubschrauber geflogen wurde. Alle Beteiligten wünschen dem Patienten gute Besserung.

Text und Fotos: © Feuerwehr Bruckmühl




„Peter Pan“ abgesagt

Eine schlechte Nachricht für viele Kinder: Aufgrund kurzfristiger neuer Gegebenheiten kann auch der Ersatztermin für das Kindermusical „Peter Pan“ am Sonntag, 20. September, im Kurhaus Bad Aibling nicht stattfinden.

Die Bundesregierung hat am Donnerstagnachmittag die Stadt und das Bundesland Wien zum Risikogebiet erklärt. Das Ensemble kommt aus der österreichischen Hauptstadt. Eine Einreise ist nur unter bestimmten Auflagen möglich. Aufgrund des kurzen Zeitfensters können die Auflagen leider nicht rechtzeitig erfüllt werden.

Die Veranstalter der AIB-Kur wenden sich an die Kinder: „Wir bedauern es sehr, dass wir euch nun zum zweiten Mal diese Nachricht überbringen müssen. Ihr habt euch alle auf die Aufführung gefreut und geduldig auf September gewartet. Aber unter den gegebenen Umständen ist eine Durchführung leider nicht möglich.”

Und weiter: „Gerne bieten wir euch an, die Tickets auf das Kindermusical 2021 umzubuchen und euch so schon jetzt die besten Plätze zu sichern. Am Samstag, 20. März 2021, präsentiert die Musikbühne Mannheim (aus Deutschland) das beliebte Grimm´sche Märchen Rotkäppchen auf unserer Bühne im Kurhaus Bad Aibling.

Wer nicht bis zum Frühjahr warten möchte, darf seine Karten auch gerne für das Kinderkonzert mit Oliver Steller (Gitarrenfestival Saitensprünge) am Sonntag, 15. November 2020, eintauschen.”

Wir freuen uns sehr, wenn wir euch bei einer der beiden genannten Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Natürlich habt ihr aber auch die Möglichkeit, die Tickets zurückzugeben.

Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich ab Mo, 21.09. zeitnah im Haus des Gastes Bad Aibling, Tel. 08061-90800, info@aib-kur.de, zu melden.




Flotte Oma

Gestern Nachmittag ereignete sich um 15:15 Uhr auf der Bundesstraße 307 in Bayrischzell auf Höhe Geitau ein Verkehrsunfall. Eine 83-jährige Raublingerin fuhr mit ihrem Pkw Honda CR-V in Richtung Bayrischzell und wollte von der Bundesstraße nach rechts Richtung Geitau abbiegen. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam die Frau nach links von der Fahrbahn ab und blieb im Straßengraben liegen.

Die Fahrerin sowie ihre zwei Mitfahrerinnen im Fahrzeug konnten dieses nicht mehr ohne Gefährdung verlassen. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr zur Sicherung des Pkws hinzugezogen. Letztendlich konnten die Insassen alle ohne Verletzungen sicher aus dem Honda geborgen werden. Es entstand Sachschaden von rund 1000 Euro.




Ein heißer Bücher-Sommer

Ob nun daheim oder im Urlaub: Lesen steht für viele besonders im Urlaub ganz oben auf der Tagesordnung. Einen zusätzlichen Anreiz lieferte den jungen Lesern der Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham der Sommerferien-Leseclub.

Foto: Welche kreativen Beiträge werden eingeschickt? Die Jury der Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham (auf dem Foto Annelies Mücke und Brigitte Paul v.l.) musste sich für drei Kunstwerke entscheiden und hoffen nun, dass das Legoland-Gesamtpaket den Weg in ihre Gemeinde findet © Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham

In diesem Jahr gab es erneut mehr Anmeldungen und mit 49 Lesehungrigen hatten die Mitarbeiter in der Bücherei alle Hände voll zu tun: Anmeldungen ausfüllen, Ausweise abstempeln und Bewertungskarten sortieren. Zum Schluss wurden nun aus allen Beiträgen für den bayernweiten Kreativpreis die drei Einreichungen aus unserer Bücherei ausgewählt. Als Gewinn für den Kreativpreis lockte ein Gesamtpaket aus Fahrt, Übernachtung und Eintritt in das Legoland für die ganze Familie.

Fast 300 Bücher für Kinder und Jugendliche standen in den Sommerferien ausschließlich für die angemeldeten Leser des Sommerferien-Leseclub bereit. Ein paar Bücher erfreuten sich besonderer Beliebtheit: „Das Internat der bösen Tiere“ von Gina Mayer zum Beispiel stand auf der Favoritenliste ganz oben. Die Leseanfänger griffen sehr gerne zu „Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv“ von Oliver Pautsch. Bei den Mädchen stand „Lilli Kolibri : Das verwunschene Paradies“ von Nina Petrick ganz hoch im Kurs. Insgesamt wurden 409 Bewertungskarten abgegeben. Damit hat im Durchschnitt jeder Teilnehmer fast 9 Bücher gelesen. Gerade für Leseanfänger ist dies eine tolle Leistung. Eine „Stammkundin“ der Bücherei und bereits 12-jährige Schülerin knackte allerdings den Rekord mit 32 abgegebenen Bewertungskarten.

Zum Abschluss des Leseclubs erhielt in diesem Jahr jeder Teilnehmer neben einer Urkunde auch einen Gutschein für die Eisdiele. Und bei den herrschenden sommerlichen Temperaturen haben viele die Gelegenheit genutzt und gleich eine kühle Erfrischung genossen.

 

 




Überfüllte Busse dringend melden

Im Landkreis Rosenheim sollte es eigentlich im neuen Schuljahr keine überfüllten Schulbusse mehr geben – gerade jetzt in der Corona-Zeit, da harte Hygienevorschriften gelten und klare Sicherheitsabstände vorgegeben sind. Das Landratsamt hatte deshalb mit den Busunternehmen vereinbart, dass die Fahrer in den ersten Schultagen die Auslastung ihrer Busse engmaschig überwachen und Überfüllungen unmittelbar an das Amt melden (wir berichteten). Die Zahl der eingesetzten Busse sollte dann erhöht werden. Doch das passiert offenbar nicht lückenlos.

„Wie die Ölsardinen in der Dose. Null Sicherheitsabstand. Morgens sind die Busse komplett überfüllt.” Die Liste der Beschwerden unserer Leser riss nach den ersten Schultagen nicht ab. Jetzt reagiert das Landratsamt mit der Einrichtung einer eigenen Beschwerde-Adresse.

Unter 

schuelerbefoerderung@lra-rosenheim.de

kann man ab sofort überfüllte Busse oder sonstige Miss-Stände im Zusammenhang mit der Schülerbeförderung melden.

„Wenn es irgendwo Probleme mit einer Linie gibt, für die der Landkreis Rosenheim zuständig ist, wäre dies der direkteste Weg, uns zu informieren, damit wir das mit dem zuständigen Busunternehmen klären und entsprechende Maßnahmen besprechen und einleiten können. Nur, wenn wir genau wissen, um welche Linie es geht, können wir auch reagieren”, sagt eine Sprecherin des Landratsamtes auf unsere Anfrage.

Allerdings: Das Landratsamt ist nur für die weiterführenden Schulen (!) zuständig. „Was die Schülerbeförderung bei Grund- und Mittelschulen betrifft, so sind hier die jeweiligen Städte und Gemeinden verantwortlich.”

Die Sprecherin weiter: „Grundsätzlich ist es so, dass wir mit verschiedenen Busunternehmen zusammenarbeiten. Zum Schulstart wurden alle Busunternehmer informiert, dass ein zusätzlicher Bus eingesetzt werden kann, wenn eine Linie überfüllt ist. Als Maßstab haben wir in Absprache mit den umliegenden Landkreisen festgelegt, dass nicht mehr als 50 Prozent der zugelassenen Stehplatzkapazität beziehungsweise 70 Prozent der Gesamtkapazität ausgenutzt werden soll.” Aktuell seien so sieben verschiedene Linien im Landkreis mit Zusatzbussen verstärkt worden. Auch bei Bussen, bei denen nur die Hälfte der zugelassenen Stehplätze belegte seien, könne allerdings der Eindruck entstehen, dass der Bus „überfüllt“ sei.

„Wir bemühen uns gemeinsam mit den Busunternehmen Engpässe zu beheben und mit zusätzlichen Bussen Spitzen auszugleichen und genug Platz zu schaffen”, so die Sprecherin abschließend.