Viele Unfälle wegen Aquaplaning

Die heimischen fFeuerwehren haben alle Hände voll zu tun: Die Zahl der Einsätze ist inzwischen auf knapp 300 angestiegen. Ein Grund ist die zunehmende Zahl von Unfällen aufgrund von Aquaplaning. Auch auf den Umleitungsstrecken zur überfluteten Autobahn A8 müssen die Verkehrsteilnehmer mit viel Wasser auf der Straße rechnen, heißt es vom Einsatzstab im Landratsamt.

Auf der Autobahn A8 läuft der Aubach über die Fahrbahn, sie ist zwischen Achenmühle und Frasdorf noch zum Teil gesperrt. Der Schwerlastverkehr darf einspurig in Richtung Salzburg langsam rollen. In Achenmühle stehen Gebäude im Wasser, zum Teil ist Heizöl ausgelaufen. Auf der Inntalautobahn A93 wurde die Ausfahrt Brannenburg (Fahrtrichtung Süden) wegen Überflutung gesperrt.

 

Die Pegel an Inn und Mangfall steigen noch an. Kleinere Bäche und Flüsse wie die Prien in Aschau, der Steinbach in Nußdorf oder die Bernauer Ache sind massiv angestiegen. Im Mühlbach in Prien wurde der Zulauf von der Prien gedrosselt.

 

Derzeit sind 900 Kräfte im Landkreis im Einsatz. Das Technische Hilfswerk wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

 

 

 

 

 

 




Autofahrer ins Gesicht gespuckt

Ein 79-jähriger Autofahrer aus Rosenheim befuhr gestern gegen 17.30 Uhr mit seinem Pkw die Hofmillerstraße. Aufgrund geparkter Fahrzeuge und einer Fahrbahnverengung musste der Lenker rechts anhalten, um den Gegenverkehr durchfahren zu lassen. Plötzlich und ohne jegliche Ankündigung blieb neben dem 79-Jährigen ein Opel-Fahrer stehen und spuckte dem Rosenheimer bei geöffnetem Fahrerfenster ins Gesicht. Der Opel-Fahrer fuhr anschließend einfach weiter, es kam zu keinerlei Gespräch oder Kommunikation zwischen den beiden.

Nachdem die Rosenheimer Polizei verständigt wurde, konnte der Fahrer über das genannte Kennzeichen ermittelt werden. Es handelte sich um einen 22-jährigen Mann aus Rosenheim. Er gab an, dass er sich darüber ärgerte, dass der andere Autofahrer ihm nicht genügend Platz ließ. Gegen den 22-Jährigen wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet.




60 Feuerwehren im Einsatz

Es regnet und regnet und regnet – seit mittlerweile über zwölf Stunden schüttet es im Landkreis Rosenheim zum Teil wie aus Kübeln. Die Folge: Keller laufen voll und Straßen sind überflutet. Seit den frühen Morgenstunden sind in Stadt und Landkreis Rosenheim mittlerweile 60 (!) Feuerwehren im Einsatz. Im Landratsamt wurde für die zahlreichen Einsätze – besonders im Chiemgau – ein Einsatzstab installiert.

Und auch der Pegel des Inn nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an: In den nächsten Stunden wird er mit fünf Metern die Meldestufe zwei erreichen, prognostiziert ist sogar Meldestufe drei. Dann ist unter anderem der Uferweg in Wasserburg teilweise überflutet.

Ein Lichtblick: Der Regen soll schon am Vormittag deutlich nachlassen.

 

7.14 Uhr, das Landratsamt meldet:

Verkehrsteilnehmer müssen heute Morgen im gesamten Landkreis Rosenheim mit überfluteten Straßen rechnen. Wegen der anhaltenden Regenfälle mussten die Feuerwehren bis zur Stunde bereits rund 150 Mal ausrücken. Der Landkreis Rosenheim hat im Landratsamt eine Koordinierungsgruppe eingerichtet und einen Örtlichen Einsatzleiter bestellt.

Die Pegel an Inn und Mangfall steigen schneller als prognostiziert. Sie befinden sich aber noch im unkritischen Bereich und werden weiter aufmerksam beobachtet. Aufgrund der beidseitigen Totalsperre der überfluteten Autobahn A8 zwischen Frasdorf und Rosenheim sind auch sämtliche Umleitungsstrecken überlastet. Autofahrer werden dringend gebeten, Autobahn und Umleitungsstrecken dringend zu meiden. Derzeit ist unklar, wie lange die Totalsperre aufrecht erhalten bleiben muss.

 




Ab Mittwoch wird geschwitzt

„Die beiden heißen Tage am Freitag und Samstag brachten im Südwesten Deutschlands Topwerte bis zu 38,5 Grad. Bisher war die Hitze in diesem Sommer sehr moderat. Heute und morgen wird es etwas kühler und im Südosten und an den Alpen auch sehr nass. Südlich der Donau sind bis Dienstagmittag bis zu 120 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Unglaublich hohe Summen. Und das wieder in einer Region, die ohnehin schon zu nass ist”, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met erklärt.

Im großen Rest von Deutschland gehe die extreme Dürre weiter und ab Mittwoch werde sich die Lage dramatisch zuspitzen. Jung: „Dann kommt ein Sommerhoch und mit dem Hoch wird es wieder warm bis sehr heiß und das besonders im Westen des Landes. Am kommenden Wochenende sind deutschlandweit Topwerte um 30 bis 35 möglich, im Südwesten bis zu 37 oder 38 Grad. Nach aktuellen Berechnungen geht die Hitze sogar bis zum dritten Augustwochenende weiter. Kaum Regen, meist nur einzelne Gewitter und sonst nur viel Sonne und sehr heiß.”

Der Experte weiter: „Deutschland schwitzt ab Mittwoch aus Westen wieder aufs Neue los und diesmal könnte es eine deutlich längere Hitzewelle werden. Das europäische und das US-Wettermodell sind sich da einig und auch das deutsche Wettermodell sieht sehr viele sonnige, trockene und heiße Tage für Deutschland. Er kommt verspätet, aber er scheint doch noch zu kommen: Der Hitzesommer 2020. Wir müssen uns die Entwicklung genau anschauen, denn es wird wirklich wieder sehr heiß und diesmal könnte das ganze fünf bis sieben Tage anhalten, vielleicht auch noch etwas länger. Eine völlig neue Wetterlage in diesem bisher eher wechselhaften Sommer 2020“, erklärt Jung.

So geht es in den kommenden Tagen deutschlandweit weiter:

Montag: 17 bis 24 Grad, im Süden an den Alpen viel Regen, Dauerregen, sonst nur Schauer und immer wieder Sonnenschein

Dienstag: 13 bis 23 Grad, im Süden noch weiterer Regen, langsam nachlassend, sonst schon recht viel Sonnenschein

Mittwoch: 19 bis 28 Grad, meist freundlich und trocken, wieder wärmer

Donnerstag: 24 bis 31 Grad, sommerlich und trocken

Freitag: 26 bis 34 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Samstag: 27 bis 37 Grad, hochsommerlich heiß und Sonnenschein

Sonntag: 27 bis 38 Grad, heiß und trocken

Montag: 27 bis 36 Grad, weiterhin Hitze und nur lokale Wärmegewitter

Im Süden heißt es heute und morgen erstmal noch Land unter. Es gibt reichlich Regen mit der Gefahr lokaler Überschwemmungen.

Im Rest sind nur ein paar Schauer drin und ab Mittwoch startet dann das Sommerhoch durch. Es geht dann trocken weiter und es wird täglich immer heißer.




Mit Pferdeanhänger in den Bach

Das hätte böse enden können: Mit ihrem Pferdeanhänger landete am Sonntag gegen 8.30 Uhr eine Pkw-Fahrerin in einem Bach neben der Staatsstraße zwischen Beyharting und Schönau in der Gemeinde Tuntenhausen. Die Unfallursache ist noch unklar. Glück hatten sowohl die Fahrerin als auch das Pferd. Sie blieben beide unverletzt. Die Fahrerin befreite zunächst sich selbst aus dem Wagen, der auf dem Dach lag, und dann auch das Tier aus dem Anhänger. Im Einsatz war die Feuerwehr Beyharting. Die Polizeimeldung:

Gegen 8.35 Uhr fuhr eine 22-jährige Frau aus dem Landkreis Ostallgäu mit ihrem Pkw mit Pferdeanhänger auf der Schönauer Straße von Beyharting in Richtung Schönau (Tuntenhausen). Kurz nach dem Ortsschild Beyharting kam die Frau mit ihrem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen das Brückengeländer. Dadurch flog der Pkw samt Anhänger in den Bach Braunau und kam auf dem Dach zum Liegen.

Die 22-Jährige konnte sich selbst befreien und auch ihr Pferd noch aus dem Bach retten. Das Pferd wurde von einer Familienangehörigen in Obhut genommen. Die Fahrerin wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Am Pkw und dem Anhänger entstand ein Totalschaden. Der Abschleppdienst musste mit einem Kran das Fahrzeuggespann aus dem Bach bergen. Die Feuerwehr Beyharting errichtete eine Ölsperre im Bach, regelte den Verkehr und säuberte die Unfallstelle.

 

Fotos: WS




„Bau-Branche droht Image-Verlust”

Wenn billig am Ende teuer wird: Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht. Das teilt die Gewerkschaft IG Bau mit und beruft sich auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Rosenheim im vergangenen Jahr insgesamt 502 Baufirmen in der Region und leiteten 214 Ermittlungsverfahren ein. Wegen illegaler Praktiken in der Branche entgingen dem Staat und den Sozialkassen 14,2 Millionen Euro.

IG Bau-Bezirkschef Michael Müller spricht von einem „erschreckenden Ausmaß krimineller Energie“. Hier stehe das Image einer ganzen Branche auf dem Spiel. „Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten. Gerade die Coronakrise hat ja gezeigt, wie wichtig die Bauwirtschaft als Stütze der Konjunktur auch in der Region ist“, so die IG Bau Oberbayern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Bau-Umsätze in den ersten fünf Monaten des Jahres trotz Pandemie um rund sieben Prozent.

 

„Das beste Mittel gegen unerlaubte Geschäfte am Bau ist ein fairer Wettbewerb zu fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen. Dazu muss sich die ganze Branche bekennen, wenn sie ihren Ruf nicht verspielen will“, so der Gewerkschafter. Die Arbeitgeber hätten in der laufenden Tarifrunde die Chance, die Bauberufe für Fach- und Nachwuchskräfte attraktiver zu machen.

 

Entscheidend sei aber auch, dass der Zoll schwarze Schafe noch stärker in den Blick nehme. „Es kommt nicht nur auf die Zahl der Kontrollen an, sondern auch auf die Qualität. Hier braucht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal“, so Müller. Laut Finanzministerium waren beim Hauptzollamt Rosenheim zu Jahresbeginn lediglich 161 Planstellen besetzt.

 

Die Zollstatistik geht auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Die Grünen) zurück. Die Arbeitsmarktpolitikerin stellt gegenüber der IG Bau fest: „Schwarzarbeit und Lohn-Betrug sind keine Kavaliersdelikte. Der Zoll muss gestärkt werden, um flächendeckend kontrollieren und wirksam gegen illegale Machenschaften vorgehen zu können – gerade auf dem Bau.“




Das Chiemgauer SelfStorage

PR – Nasser Keller, zugiger Dachboden, wohin mit den Dokumenten? Vom großen Haus in die kleine Wohnung ziehen und plötzlich platzt alles aus den Nähten. Wohin nur mit den ganzen Kartons? Und wo lagert man eigentlich das Eigentum während einer Weltreise oder eines Auslandsjobs ein? Antworten auf all diese Fragen liefert „Deine Lagerbox“ in Eiselfing. Dort findet man Raum für alle Lebenslagen.

Helle Gänge, makellose Räumlichkeiten, sichtgeschützt und mit Sicherheitstechnik ausgestattet, pikobello die Boxen aller Größen, mehr als 300 Einlagermöglichkeiten von ein Kubikmeter großen „MiniBoxen 1m³“  bis zu 500 Quadratmeter abgetrennten, sichtgeschützten, einzeln abschließbaren und alarmgesicherten Lagerräumen – das alles bietet „Deine Lagerbox“ in Eiselfing. Und das zu äußert günstigen Konditionen.

„Deine Lagerbox“ – das ist die kernsanierte, alte Ziegelei Enzinger in Eiselfing. Dort hat Michaela Schirmer ein für die ganze Region einzigartiges Lagergebäude errichtet. Der Ziegelbau strahlt in neuem Glanz und die lichtdurchfluteten Gebäude bietet ein gesundes, ausgeglichenes Raumklima. Es gibt nichts, was man da nicht sicher und sauber einlagern könnte.

 

 

Ein Keller ist nicht gerade der passende und sicherste Ort für wichtige Dokumente und Akten. Viele Werte gingen dem einen oder anderen an diesen feuchten Plätzen bereits verloren. „Deine Lagerbox“ stellt stattdessen zuverlässige Schließfächer über der Hochwassergrenze zur Verfügung, abgesichert durch eigenen PIN, Kameraüberwachung und Alarmanlage.

 

 

Wohin mit Motorrad und Cabrio?

„Deine Lagerbox“ hat jetzt noch ein weiteres Angebot entwickelt: Stellplätze für Autos und Motorräder. Häufig werden von Vermietern gerade in der kalten Jahreszeit hohe Mieten für die trockene, frost- und schimmelfreie Unterbringung der wertigen Fahrzeuge aufgerufen. Auch die Versicherungen haben hohe Anforderungen an abgesicherte Unterkünfte. In den indirekt beheizten und alarmgesicherten Stellplätzen von „Deine Lagerbox“ ist jedes Fahrzeug gut aufgehoben. Gerade für Motoradclubs gäbe es die Möglichkeit, ihre Maschinen gemeinsam zu günstigen Konditionen sicher abzustellen. Fotos: privat

 

Direktkontakt

Deine Lagerbox GmbH

Ziegeleistraße 7

83549 Eiselfing

Telefon 08071-90 33 83

www.deinelagerbox.de




Anhaltend hohe Waldbrandgefahr

Wegen der anhaltend hohen Waldbrandgefahr (wir berichteten bereits) hat die Regierung von Oberbayern angeordnet, die Luftbeobachtung bis einschließlich Samstag, 1. August, auf die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau, Erding, Ebersberg, Rosenheim, Mühldorf, Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land auszuweiten. Weiterhin gültig bleibt zudem die gestrige Anordnung zur Luftbeobachtung für die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm.

Dies geschieht in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen an der Ilm, das für ganz Oberbayern zuständig ist.

Die Beobachtungsflüge starten von den Stützpunkten Eichstätt, Pfaffenhofen, Oberpfaffenhofen, Erding und Mühldorf und erreichen von dort aus gefährdete Wälder in den betroffenen Gebieten. Sie finden einmal täglich jeweils nachmittags statt.

Aufgrund zunehmender Trockenheit weist der allgemeine Waldbrandgefahren-Index für weite Teile im nördlichen, westlichen und südöstlichen Oberbayern aktuell eine hohe Waldbrandgefahr aus (Stufe 4).

Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum, folgende Warnhinweise zu beachten. Diese gelten auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind.

Im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon soll man:

  • kein Feuer oder offenes Licht anzünden oder betreiben,
  • keine offenen Feuerstätten errichten oder betreiben,
  • keine Bodendecken abbrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise absengen,
  • keine brennenden oder glimmenden Sachen wegwerfen und nicht rauchen.

Die Luftbeobachtung ist eine vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung. Die Regierung von Oberbayern trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Die Flugbereitschaft Oberbayern der Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten. Die ausgebildeten amtlichen Luftbeobachter sind in der Regel Bedienstete der Katastrophenschutzbehörden oder Forstbehörden vor Ort. Weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter www.lrst.de.




Mit Messer herumgefuchtelt

Zeugen verständigten heute Nacht gegen 0.30 Uhr die Rosenheimer Polizei, dass auf der Äußeren-Münchener-Straße ein Fahrradfahrer unterwegs sei. Er brauche beide Fahrspuren, fahre in extremen Schlangenlinien und sei sogar einmal zu Sturz gekommen. Nach dem Sturz habe er sich gemütlich auf die Straße gesetzt und erst einmal ein Bier getrunken. Anschließend habe er sich wieder auf sein Fahrrad gesetzt und sei weitergefahren. Die Zeugen fuhren dem Radfahrer nach und kurz danach ging er in ein Anwesen. 

Als die Polizei an der Wohnadresse des 29-jährigen Rosenheimers eintraf, konnte dieser auch gleich angetroffen werden. Er schrie die Beamten an, die sollten verschwinden, nahm plötzlich ein Küchenmesser und fuchtelte damit vor der Streife herum. Das Messer wurde dem Rosenheimer daraufhin aus der Hand geschlagen. Der 29-Jährige zeigte sich weiter aggressiv und wurde zur Dienststelle gebracht.

Ein Atemalkoholtest ergab über zwei Promille. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Aufgrund seiner fortwährenden Aggression und Gewaltbereitschaft sowie seiner starken Alkoholisierung, musste der Rosenheimer die restliche Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen.




Polizei rüstet sich für Blechlawine

Aufgrund der Reisebeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie unternahmen in den letzten Wochen und Monaten noch mehr Einheimische und Ausflügler einen Kurztrip in die Ausflugsregionen des südlichen Oberbayerns. Dies führte in Berg- und Seeregionen zu teils belastenden Verkehrsverhältnissen. In den nächsten Wochen führen die betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei daher verstärkt Kontrollen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durch.

Zudem wird nochmals eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer appelliert, insbesondere beim Parken von Fahrzeugen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sowie die Bestimmungen der Gemeinden und Kommunen einzuhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd befinden sich zahlreiche touristische „Hotspots“. Die An- und Abfahrtswege sowie öffentlichen Parkplätze waren bereits vor der Corona-Pandemie regelmäßig durch den Ausflugsverkehr überfüllt und nicht mehr aufnahmefähig. Während und auch nach der Ausgangsbeschränkung kam es in den Regionen der oberbayerischen Berge und Seen zu neuen Belastungsspitzen.

Vielerorts waren öffentliche Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, so dass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden. Diese „Wildparkerei“ führte in den vergangenen Wochen zu massiven Verkehrsproblemen, da auf den schmalen Zufahrtsstraßen durch die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge erhebliche Behinderungen entstanden. Für breitere Einsatzfahrzeuge, insbesondere des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, wäre vielerorts kein Durchkommen möglich gewesen.

Aus diesem Grund werden die vom Ausflugsverkehr betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ab diesem Samstag, 1. August, bis zum Ende der bayerischen Sommerferien an allen Wochenenden die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen verstärkt überwachen.

Die örtlichen Polizeiinspektionen werden hierbei von Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet. Dies kann von einem Verwarnungsgeld oder einer Ordnungswidrigkeitenanzeige bis hin zur Abschleppung des Fahrzeugs führen.

Der Appell der  Polizei im Interesse aller:

  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!
  • Denken Sie an die Umwelt! Insbesondere Wiesen und Wälder, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, sind nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs geeignet!
  • Halten Sie Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!
  • Weichen Sie auf andere Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!
  • Fahren Sie keine Ausflugsziele an, von denen Sie z.B. aus dem Rundfunk wissen, dass es hier bereits zu Stauungen auf der Anfahrt kommt!
  • Nutzen Sie, wenn möglich, den öffentlichen Personennahverkehr oder bilden Sie Fahrgemeinschaften! 
  • Überlegen Sie sich vor Fahrtantritt einen „Plan B“, also ein alternatives Ausflugsziel! Die Internetseite https://www.oberbayern.de/ausflugs-ticker/ bietet hierfür wertvolle Tipps.