Mehr Zeit für die Bewerbung

Angesichts der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie haben Studieninteressierte in diesem Jahr mehr Zeit, sich um einen Studienplatz an der TH Rosenheim zu bewerben. Die Hochschule hat den ursprünglich Mitte August endenden Bewerbungszeitraum für die meisten Studiengänge kurzfristig bis zum 15. September verlängert.

„Es hat sich gezeigt, dass die Schulabgänger heuer aufgrund der späteren Abschlussprüfungen einfach mehr Zeit benötigen als in den Vorjahren, um sich hinsichtlich ihres Studiums zu orientieren und die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen“, sagt TH-Präsident Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster.

Den durch die Corona-Pandemie verursachten besonderen Umständen wolle man Rechnung tragen. „Unsere Planungen für das Wintersemester verschieben sich dadurch zwar nach hinten, aber wir wollen den Studieninteressierten noch etwas Luft verschaffen“, so Köster.

Die verlängerte Bewerbungsfrist bis zum 15. September gilt für einen Großteil der Bachelor- und Master-Studiengänge an der TH Rosenheim.

Ausgenommen sind lediglich diejenigen Studiengänge, die bereits voll belegt sind beziehungsweise deren Plätze von der Stiftung Hochschulzulassung vergeben werden. Eine Übersicht zum Thema Bewerbung für die Studiengänge bietet die Hochschule unter dem Link www.th-rosenheim.de/bewerbung.

 




Angelika und ihr Gespür für …

Sie ist eine Bankangestellte aus Bruckmühl – Angelika Fordermeyer (Foto), Kundenberaterin in einer Geschäftsstelle der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG – und sie reagierte schnell. Denn sie hatte im November 2019 sofort Verdacht geschöpft, als ein Rentner 35.000 Euro von seinem Konto abheben und einer vermeintlichen Verwandten übergeben wollte. Eine „entfernte Cousine aus München” sei in finanzielle Schieflage geraten und habe ihn um die Aushändigung des Betrages gebeten. Durch ihren Spürsinn bewahrte die Frau den älteren Herrn vor einem erheblichen Vermögensschaden. Polizeipräsident Robert Kopp und der stellvertretende Sprecher des Vorstandes der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, Mirko Gruber, haben der Bankangestellten nun für ihren Spürsinn und ihr Engagement bei der Verhinderung dieses versuchten Betruges ausdrücklich Lob und Dank ausgesprochen – Foto unten.

Betrügerische Telefonanrufe durch vermeintliche Polizeibeamte oder Verwandte, vornehmlich bei älteren Menschen, sind leider nach wie vor an der Tagesordnung. Wir berichten oft …

Meist gaukeln die Anrufer vor, eine Straftat zum Nachteil der Angerufenen stehe kurz bevor und nun müssten Geld und Wertsachen durch die (falsche) Polizei gesichert werden. Auch Unglücksfälle oder Notsituationen werden durch die Betrüger vorgebracht, um die unbedarften Opfer zur Übergabe von hohen Geldbeträgen oder Wertgegenständen zu bewegen.

Einen solchen, im Jargon genannten „Enkeltrickbetrug“, hat Angelika Fordermeyer verhindert.

Angelika Fordermeyer hatte sofort den Verdacht eines perfiden Betruges zum Nachteil ihres Kunden und informierte ihn darüber. Dadurch wurde der Senior stutzig und konnte von der Geldabhebung abgebracht werden. Vielmehr erkundigte er sich im Familienkreis über die vermeintliche Verwandte aus München und verständigte schließlich die Polizei. Die „Cousine aus München“ war natürlich nicht existent, sondern tatsächlich die unverschämte Täterin eines versuchten, niederträchtigen Betruges zum Nachteil eines hilfsbereiten Menschen.

Polizeipräsident Robert Kopp: „Derartige Betrugsfälle beschäftigen uns als Polizei mittlerweile nahezu täglich. Wir betreiben deshalb sehr intensive Präventions- und Aufklärungsarbeit für potenzielle Opfer durch offensive Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Kooperation mit den Banken und Sparkassen in unserem Zuständigkeitsbereich haben wir in den letzten Jahren stark intensiviert.

Nicht zuletzt deshalb freue ich mich besonders darüber, dass Frau Fordermeyer aufmerksam war, im richtigen Moment Verdacht geschöpft und den Rentner nicht nur vor einem großen Vermögensschaden bewahrt hat. Denn auch der nicht zählbare, psychische Schaden für die Opfer ist bei solchen Straftaten enorm.”

Mirko Gruber von der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG: „Ich freue mich mit Frau Fordermeyer über die Ehrung. Ich bin überzeugt, dass ein enger persönlicher Kundenkontakt manche Straftat verhindern kann. Unsere Berater sind für solche Fälle geschult, wir fragen nach und zahlen höhere Geldsummen nicht einfach so aus.“

 




Die Fäuste flogen

Mehrere Passanten verständigten am gestrigen Mittwochabend gegen 21 Uhr die Polizei in Rosenheim, dass im Salingarten eine größere Schlägerei im Gange sein solle. Dabei sollen sich Männer gegenseitig mit den Fäusten ins Gesicht schlagen, einer blute bereits stark im Gesicht. Die Polizei schickte gleich mal mehrere Streifen los, die vor ort eine Personengruppe antraf. Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren offenbar ein 34-Jähriger aus Schechen und ein 33-Jähriger aus Trostberg plötzlich im Eingangsbereich des Salingartens in Streit geraten …

Die Beiden wollten „die Sache“ dann auf der Wiese im Salingarten klären. Dort angekommen, habe der Trostberger sofort einen Faustschlag gegen den Kopf seines Kontrahenten gesetzt. Der 34-Jährige aus Schechen habe den Faustschlägen teilweise ausweichen können, habe aber seinerseits auch mit den Fäusten zurückgeschlagen. Zeugen schilderten, dass sich eine wilde Rauferei zwischen den Beiden entwickelt habe.

Kurz danach traf die Rosenheimer Polizei vor Ort ein und konnte die Beiden noch auf der Wiese antreffen.

Der Mann aus Schechen war deutlich alkoholisiert, zeigte sich aber gegenüber den Beamten ruhig und einsichtig, so die Polizei heute.

Der Trostberger jedoch verweigerte die Herausgabe seiner Personalien und fing jetzt an, die Beamten anzuschreien. Er drohte der Streife an, jetzt sie schlagen zu wollen. Der Mann wirkte stark alkoholisiert, gewaltbereit und leistete keinen Anordnungen der Polizei Folge. Aus diesem Grund mussten ihm Handschellen angelegt werden und er sollte zur Dienststelle verbracht werden.

Während der Verbringung im Dienstfahrzeug zur Inspektion versuchte er, sich die Handschellen abzustreifen und trat fortwährend mit den Füßen gegen die Sitze des Dienstautos. Ein 29-jähriger Polizeibeamter versuchte, weitere Tritte zu verhindern und der Trostberger spuckte dem Beamten daraufhin mit voller Absicht in das Gesicht.

Durch seine folgende, massive Gegenwehr, teilweise mit mehreren wilden Fußtritten, verletzte er deshalb auch einen 42-jährigen und einen 23-jährigen sowie einen 26-jähriger Polizeibeamten leicht. Die eingesetzten Beamten der Rosenheimer Polizei sind weiter dienstfähig, heißt es heute.

Der Randalierer wurde anschließend in eine Zelle der Rosenheimer Polizei verbracht und versuchte trotz Einsatzes einer sogenannten Spuckhaube weiter, auf die Beamten zu spucken. Ein Atemalkoholtest beim Trostberger ergab rund zwei Promille und nach Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt.

Durch den Einsatz einer Polizei-BodyCam konnte der wesentliche Tathergang aufgenommen und dokumentiert werden.

Die Polizei hat Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Köperverletzung und eines tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Da sich bei der angetroffenen Gruppe im Salingarten, die der Schlägerei nur als Zuschauer beiwohnten, zudem auch weitere Personen befanden, die ein verwaltungsrechtliches Betretungsverbot im Salingarten haben, wurden deshalb entsprechende Bußgeldverfahren an die Stadt Rosenheim eingeleitet.

 

 




Ein „Ausflug“ mit einem Dolch

Die Bundespolizei hat jetzt bei Grenzkontrollen auf der A93 im Landkreis nahe Kiefersfelden drei afghanische Staatsangehörige vorläufig festgenommen. Die jungen Männer waren in einem Pkw mit deutscher Zulassung von Kufstein kommend in Richtung Rosenheim unterwegs. Keiner von ihnen hatte die für die Einreise erforderlichen Papiere dabei. Der 22-Jährige am Steuer des Wagens wurde zudem verdächtigt, seine beiden Landsleute im Alter von 20 und 21 Jahren eingeschleust zu haben. Einer seiner Mitfahrer führte eine geringe Drogenmenge und einen Dolch mit.

Daher wurde er nicht nur wegen eines illegalen Einreiseversuchs, sondern auch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Waffengesetz angezeigt.

Ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei zufolge waren die drei Afghanen in der Vergangenheit bereits in Deutschland registriert worden. Eigenen Angaben zufolge hätten sie die Bundesrepublik lediglich verlassen, um einen „Ausflug“ zu machen.

Bei der Durchsuchung des Wagens in der Grenzkontrollstelle fanden die Bundespolizisten im hinteren Bereich des Autos mehrere Gramm Marihuana und einen zugriffsbereit abgelegten Dolch. Sowohl die Drogen, als auch das Messer wurden sichergestellt. Sie konnten dem jüngeren Mitfahrer zugeordnet werden.

Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen und strafprozessualen Maßnahmen wurden die drei Migranten an die für sie zuständigen Ausländerbehörden weitergeleitet. Dort wird über ihren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden sein.




Trinkwasser unbedingt abkochen!

Das Ramerberger Trinkwasser wird seit Mitte Juli gechlort – wir berichteten – nun ist das Trinkwasser der Stadt Bad Aibling im Landkreis betroffen. Es muss sicherheitshalber von den Bürgern ab sofort abgekocht werden, meldet heute das Gesundheitsamt Rosenheim. Man vermutet, dass der Grund der Verunreinigung der Starkregen der vergangenen Woche sein könnte … Betroffen ist das ganze Stadtgebiet Bad Aibling inklusive aller Ortsteile und der Wasserbeschaffungsverband Jarezöd.




Hilferufe aus einer Wohnung

Am frühen, heutigen Mittwochmorgen gegen 4.30 Uhr hörten aufmerksame Nachbarn in der Wittelsbacherstraße in Rosenheim plötzlich Hilferufe aus einer Wohnung – sie alarmierten die Rettungskräfte. Die Rufe konnten von einer Streifen-Besatzung der Polizei kurz darauf lokalisiert werden. Über den Balkon eines Nachbarn kletterten die Beamten zum Balkon eines 75-jährigen Mannes. Dieser rief weiter um Hilfe, dass er im Bad gestürzt sei und nicht mehr aufstehen könne. Die Balkontüre wurde von den Beamten kurzerhand geöffnet und so konnte dem Mann zum Glück geholfen werden.

Anschließend versorgte der Rettungsdienst den 75-Jährigen und transportierte ihn ins Klinikum Rosenheim zur weiteren Behandlung.

 




Testpflicht für Erntehelfer

Bayern hat eine Corona-Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter eingeführt. In landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten dürfen ab sofort nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen können, meldet der Bayerische Rundfunk.

Betriebe müssen Erntehelfer und Saisonarbeiter zwei Wochen vor Beschäftigungsbeginn mit Name, Unterbringungsort, Art und Dauer der Beschäftigung sowie Kontaktdaten den Kreisverwaltungsbehörden melden.

Können Arbeitskräfte keine Bescheinigung in deutscher oder englischer Sprache mitbringen, müssen sie sich vor Ort testen lassen. Bis zu 25.000 Euro Strafe drohen bei Verstößen.

Quelle BR




In voller Schutzmontur bei 32 Grad

Etwa 60.000 Tests sind bislang insgesamt an den Autostationen (auch im Landkreis – wir berichteten), Hauptbahnhöfen und Flughäfen durchgeführt worden, so Ministerpräsident Markus Söder gestern bei der Pressekonferenz nach der kurzfristig einberufenen Kabinettssitzung (wir berichteten ebenfalls schon mehrfach). Dabei sei die Positiv-Rate bei Auto und Bahn höher gewesen als an den Flughäfen. Diese Tests sollen nachhaltig fortgesetzt werden. Besonders dankten Söder und auch Gesundheitsministerin Melanie Huml den Hilfsorganisationen, die die Testreihen bisher übernommen hatten. Es sei gar nicht hoch genug einzuschätzen …

… wenn die Rettungskräfte in voller Schutzmontur bei 32 Grad Celsius die Tests an den Grenzstationen und Bahnhöfen durchführten. In Kiefersfelden war man zeitweise im dreispurigen Vollstress …

Diese Testreihen werden nun ab heute auch im Landkreis von Dienstleistern übernommen.

Damit sollen vor allem auch der digitale Datenaustausch und schnellere Test-Ergebnisse ermöglicht sowie die Testkapazität erhöht werden, hieß es gestern von der Regierung.

Foto: RKI

 




Parkplatz leer, Straße voll

Beschwerden geplagter Anwohner führten Beamte der Polizei Bad Aibling am gestrigen Montagnachmittag in das sonst so beschauliche Unterlaus bei Feldkirchen-Westerham im Landkreis. Bei den heißen Temperaturen wird der dortige Weiher gerne für eine Abfrischung von Gästen aus Nah und Fern genutzt. Verwundert zeigten sich die Polizisten gestern, dass die ausgewiesenen Parkflächen wenig genutzt, dafür jedoch der bequeme und kurze Weg ins „kühle Nass“ entlang der Straße zwischen Hofberg und Unterlaus einseitig mit 15 Fahrzeugen zugeparkt wurde.

Der ansonsten kostenlose Besuch am Weiher wird nun für die Badegäste richtig teuer, die Parksünder werden mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro verwarnt.

Die Verkehrsüberwachung rund um den Unterlauser Weiher werde künftig intensiviert, so die Polizei.

Foto: Polizei




Ausgeklungen …

Die Veranstaltung „Klingender Chiemsee”, die am 20. September hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Die Veranstaltung sei aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften nicht duchführbar, teilte Leonhard Eisner vom Musikbund Ober- und Niederbayern mit. Eine Musikkapelle mit 25 Leuten bräuchte rund 150 Quadratmeter Spielfläche – Dirigent nicht mitgerechnet. Für Blasmusikanten ist ein Mindestabstand von zwei Metern vorgeschrieben. Beim „Klingenden Chiemsee” musizieren normalerweise zahlreiche Musikkapellen auf diversen Schiffen der Chiemseeschifffahrt. Im September 2021 soll die Veranstaltung aber wieder stattfinden …

Foto: Archiv